Die Geschichte von Hanf und Cannabidiol (Teil 1)

Die Geschichte von Hanf und Cannabidiol (Teil 1)

Hanf bzw. Cannabis hat eine sehr bewegende Geschichte hinter sich und ist jetzt, dank der hervorragenden Wirkung, wieder auf dem Vormarsch. In der Schweiz ist das medizinische Cannabis bereits seit dem Jahr 2011 erlaubt, wenn es verschrieben wird und andere Länder folgen nach und nach. Dabei gibt es in Spanien mittlerweile eine Klinik, die sich ausschliesslich mit Cannabis Therapien beschäftigt. Dies ist aber nicht ohne Grund so. Denn vor vielen Tausend Jahren war Hanf nicht nur eine Nutzpflanze, sondern wurde auch wegen seiner Heilwirkung geschätzt. Durch eine Lüge in den 1930er Jahren durch einen Minister in den USA wurde es schliesslich verboten. Glücklicherweise erlebt Hanf derzeit ein Comeback der besonderen Art und kann vielen kranken Menschen bei ihren Leiden helfen.

Die Nutzpflanze Hanf

Hanf war schon vor vielen Tausend Jahren eine Nutzpflanze, aus der Seile, Segel, Papier, Hanföl und vieles mehr hergestellt wurden. So wurde beispielsweise in China um das Jahr 2800 v. Chr. das erste Seil aus der Hanffaser hergestellt. Doch auch für Papier wurde die Hanffaser genutzt und erstmals im Jahr 100 v. Chr. Papier aus Hanffaser geschöpft.

Die Blütezeit der Hanffaser war jedoch erst im 17. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurden Uniformen für die Seeleute, Segel, Seile, Flaggen und Papier aus dieser Faser hergestellt. Der grosse Vorteil dabei war, dass Hanf eine sehr widerstandsfähige Faser ist und nicht nur sehr reissfest, sondern auch wasserabweisend ist. Ideal also für die Schifffahrt früher.

Nachdem jedoch die Baumwollspinnerei mechanisiert wurde, ging das Interesse im 18. Jahrhundert an Hanf zurück. Die Technik entwickelte sich weiter, was dann hiess, dass die Papierindustrie im 19. Jahrhundert Papier aus Holz fertigte, was dazu führte, dass Hanf immer mehr in Vergessenheit geriet. Den Todesstoss bekam Hanf jedoch in den 1930er Jahren, nachdem durch eine Lüge des Politikers Harry Anslinger, Hanf weltweit verboten wurde.

Doch einige Wissenschaftler liessen sich nicht beirren und untersuchten Cannabis weiter. Sie wollten nicht nur wissen, warum Hanf so „gefährlich“ war, sie wollten auch belegen, dass Anslinger gelogen hatte.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen von Hanf

Der Minister Anslinger schrieb, bei seinem Feldzug gegen Hanf, 30 Wissenschaftler an, die die gefährliche Wirkung von Cannabis bestätigen sollten. Lediglich ein Forscher bestätigte dies und die anderen 29 waren alle davon überzeugt, dass Cannabis vollkommen ungefährlich sei. Nur die Antwort des einen Wissenschaftlers fand den Weg zur Presse und wurde daraufhin verboten.

Dennoch liessen sich die Forscher nicht einschüchtern und fanden schnell heraus, dass Hanf jede Menge positive Effekte auf Körper, Geist und Seele hatte. So wurde im Jahr 1973 eine Studie veröffentlicht, die beleget, dass Epilepsie bei Tieren mit Hanf bzw. dem Stoff CBD behandelt werden konnte. Diese Studie wurde in Brasilien durchgeführt und erregte definitiv Aufsehen. Doch schon ein Jahr später belegte ein Forscherteam, dass mit CBD auch die Epilepsie an Menschen gelindert werden konnte und die Anfälle signifikant gesunken waren, wenn die Patienten Hanf konsumierten.

Zudem wurde festgestellt, dass CBD Öl einen positiven Effekt auf den Schlaf hat und bei Schlafstörungen helfen kann. Auch Angststörungen konnten mit CBD gelindert werden, wie die Wissenschaftler belegte. Der grösste Durchbruch des Cannabis war jedoch, als Mitte der 70er Jahre belegt wurde, dass CBD die Nebenwirkungen einer Krebstherapie lindern konnte. Vor allem die Übelkeit, die vielen Patienten zu schaffen machte, konnte durch das CBD sehr gut verhindert werden. Dennoch sollte es noch Jahre dauern, bis Cannabis zu medizinischen Zwecken zugelassen wurde.

Cannabis und seine positive Wirkung auf die Psyche

In den zahlreichen Untersuchungen, die bisher durchgeführt wurden, zeigte sich schon, welche vielfältige Wirkung CBD oder auch andere Nahrungsergänzungsmittel auf Körper, Geist und Seele hat. Allerdings wollen die Wissenschaftler diese Wirkung natürlich genauer unter die Lupe nehmen und forschten immer weiter.

So wurde beispielsweise im Jahr 1982 festgestellt, dass CBD eine hervorragende antipsychotische Wirkung hat. Nur wenige Jahre später wurden Tür und Tor für CBD geöffnet. Hier entdeckten Forscher nämlich das körpereigene Endocannabinoid System, das selbst Cannabidiol im Körper produziert. Dennoch dauerte es noch einige Jahre, bis endlich auch die Wirkung von CBD an Menschen getestet werden konnte. Dabei wurde schnell klar, dass es Patienten mit Alzheimer und Parkinson deutlich besser ging, wenn sie Cannabis konsumierten und die Lebensqualität verbessert wurde. Trotzdem wurde Cannabis nicht zu medizinischen Zwecken zugelassen.

Medizinisches Cannabis erstmals Ende der 90er Jahre zugelassen

Die ersten Staaten, die medizinisches Cannabis zuliessen, waren Oregon, Washington und Alaska. Dabei wurde der Firma GB Pharmaceuticals die Lizenz gegeben, um ein Cannabis Produkt, namens Sativex, herzustellen. Dieses Cannabis Produkt sollte bei chronischen Schmerzen wie auch bei Multiple Sklerose eingesetzt werden. Auch Patienten, die an Spasmen litten, konnten sich dieses Cannabis Medikament verschreiben lassen.

Der Durchbruch von CBD rückt näher

Durch diese vielseitige Wirkung von CBD wurden die Untersuchungen immer weiter verfolgt. So konnte dann im Jahr 2000 belegt werden, dass CBD auch eine entzündungshemmende Wirkung hat und zudem auch antioxidativ wirkt.

Allerdings erregte CBD grosses Aufsehen, da festgestellt wurde, dass CBD das Wachstum von Tumoren bei Tieren hemmen konnte. Dies könnte der Durchbruch sein, da mittlerweile in Brasilien auch ein Cannabis Medikament gegen Krebs zugelassen wurde. Es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch in unseren Breiten ein solches Mittel erlaubt wird.

Vor allem Patienten mit chronischen entzündlichen Krankheiten können bereits aufatmen. Diese können medizinisches Cannabis schon seit dem Jahr 2011 verschrieben bekommen, um zum einen die Entzündungen zu hemmen und zum anderen die Schmerzen zu lindern. Gleichzeitig heisst dies nicht nur, dass der Schmerzmittelkonsum signifikant verringert werden kann, sondern auch die Lebensqualität deutlich steigen kann.

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Bildquelle: Pixarbay

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