Steckbrief: Asian College of Journalism in Chennai

Am Asian College of Journalism (ACJ) dreht sich alles ausschließlich um Journalismus. Das College zählt zu den besten des Landes. Wer hier einen Abschluss bekommt, dem ist ein Job sicher, was ansonsten als Journalist in Indien nicht einfach ist. Die Unternehmen kommen sogar selbst an die Uni und picken sich Studierende raus, die sie gerne einstellen würden.

„Ich studiere am Asian College of Journalism in Chennai, weil mobile journalism die Zukunft ist und wo kann man das besser lernen als beim Pionier Devadas Rajaram.“

Der Crossmedia-Redaktions Studierende Marvin Graewert berichtet aus seinem Auslandssemester am Asian College of Journalism (ACJ) in Chennai, Indien. Alle Beiträge zum ACJ findet man hier.
„Ich studiere am Asian College of Journalism in Chennai, weil die Technologie und das Mindset der Menschen in Indien viel fortschrittlicher ist als in Deutschland.“

Die Crossmedia-Redaktions Studierende Aline Spantig verbringt ein Auslandssemester am Asian College of Journalism (ACJ) in Chennai, der Millionenstadt der Südostküste Indiens. Alle Beiträge zum Asian College of Journalism gibt es hier.
Das Asian College of Journalism liegt im tropischen Südindien. Gutes Wetter ist garantiert. | Foto: Aline Spantig

Es werden nur Masterprogramme angeboten, bei denen man sich auf einen Stream spezialisiert: New Media, Radio, TV, Print. Außerdem gibt es ein Business and Financial Programm in Kooperation mit Bloomberg.

Den Großteil der Woche verbringt man mit Vorlesungen zu dem gewählten Stream. Darüber hinaus werden interessante Wahlfächer angeboten: Critical International Issues, Child Rights, Photo Journalism…

Das College ist gerade einmal so groß wie der Südbau der HdM. Vorlesungen finden in kleinen Gruppen statt, alles ist sehr praktisch orientiert. Stressig ist es auf keinen Fall, weil einfach nichts in Indien stressig ist.

Man sollte viel Motivation und Eigeninitiative mitbringen. Es gibt so viele Möglichkeiten an Projekten mitzuwirken und Strories zu produzieren. Wenn man es aber nicht selbst in die Hand nimmt, wird es niemanden geben, der einem hinterherpeitscht.

Highlight des Jahres: Berichterstattungs-Exkursion irgendwohin in Indien. 10 Tage lang ist man in den ärmsten Gegenden in Indien unterwegs und berichtet von dort.

Lage:

Chennai liegt an der Südostküste Indiens direkt am Meer. Die Sonne scheint eigentlich immer, es ist heiß und feucht. Am angenehmsten ist es zwischen Oktober und März bei Tagestemperaturen zwischen 25 und 30 grad. Zwischendrin bringt der Monsun für kurze Zeit so heftige Regenfälle, dass eine Regenjacke auch nicht mehr hilft. Warme Klamotten braucht man eigentlich nicht, allerdings haben die Inder eine Vorliebe für Klimaanlagen. In Taxis, Restaurants und auch dem College wird die Luft so runtergekühlt, dass man schnell ins Frösteln kommt.

Fernbusse, Züge, Flüge und Unterkünfte sind so günstig, dass man auf jeden Fall die Zeit auch zum Reisen nutzen sollte. Indien ist so vielfältig, zwischen Himalaya und Goa liegen Welten.

CR/PR-passende Studiengänge:

New Media Stream

Tipp: offen sein für neue Erzählformen, Social Media und die digitale Welt

New Media ist das Credo am ACJ. Produziert wird vor allem mit dem Smartphone. | Foto: Aline Spantig

Zum Angebot der Uni gehört außerdem:

Häufig kommen hochrangige Gastdozenten ans Asian College of Journalism und halten Vorträge über aktuelle Themen. Darüber hinaus finden zahlreiche Debattierrunden und Podiumsdiskussionen statt. Theoretisch kann man sich in der Mensa mit Frühstück, Mittag- und Abendessen für circa 2 Euro versorgen lassen. Besonders cool: Die Kräuter und Gewürze, mit denen in der Mensa gekocht wird stammen aus dem College-Garten. Außerdem wohnen süße Katzenbabys auf dem Campus.

Leben, Wohnen und Gesellschaft vor Ort:

Man wird mit vielen Schwierigkeiten des Alltags konfrontiert, weil vieles einfach anders läuft als in Deutschland. Es gibt aber nichts, was sich nicht lösen lassen würde. Die Menschen sind (vor allem gegenüber Europäern) sehr hilfsbereit. Allerdings sprechen überraschend wenige Menschen Englisch. Da sich jedoch überall immer viele Leute tummeln, findet sich immer ein Inder, der übersetzen kann – und er macht es gerne. Viele Leute sind ziemlich konservativ, Religion hat einen hohen Stellenwert.

Ob Theater, Vorträge oder Debattier-Runden – Regelmäßige Veranstaltungen gehören fest zum Programm. | Foto: Aline Spantig

Insgesamt leben circa 8 Millionen Menschen im Ballungsgebiet. Die Stadt ist bunt, laut, voll und nie langweilig. An jeder Straßenecke gibt es etwas zu entdecken. Unter Freunden trifft man sich gerne zum Essen in Restaurants oder zu sportlichen Aktivitäten.

Zum College gehören zwei Hostels. Ob dort gewohnt werden darf, muss abgeklärt werden. Vermutlich klappt es eher nicht. Das Wohnungsangebot ist groß und günstig. Allerdings gelten viele Angebote nicht für unverheiratete Frauen.

Der ultimative Überlebenstipp: eine indische Telefonnummer benötigt man ständig, zum Beispiel für den Taxiservice „Ola“. Am besten bei Vodafone für wenig Geld viel Datenvolumen sichern.

Auf einen Blick: das Asian College of Journalism Chennai
Hochschule: Asian College of Journalism, eine kleine Uni an der Süstdostküe Indiens
Stadt: riesig, bunt, laut und voller Trubel
Inhalte: ausgelegt auf Journalismus im digitalen Zeitalter, (politsch-historische) Wahlkurse frei wählbar, nichts für PR
Highlights: Berichterstattungs-Exkursion inklusive abenteuerlicher Reise durch Indien im Januar
Kosten: keine Studiengebühren, das Leben ist absolut erschwinglich
Besser nicht: zu viel vom Nachtleben erwarten, aufreizende Kleidung tragen, den Monsun vergessen

Fragen zum Asian College of Journalism und Indien? Antworten gibt es bei Aline (as270@hdm-stuttgart.de) und Marvin (mg145@hdm-stuttgart.de)!

About CR/PR-Internationals

Austauschstudierende des Studiengangs Crossmedia-Redaktion und Public Relations veröffentlichen hier Beiträge aus der ganzen Welt unter dem Motto: Auslandssemester hautnah!