Victoria – Wandern, surfen oder doch Kultur?

Für ein Auslandssemester nach Melbourne: Neben Studieren hat Australien noch viel mehr zu bieten!

Nach vier Monaten zusammen in Australien können wir sagen: Aus einer zufälligen Begegnung am Flughafen in Melbourne wurde eine Freundschaft. Doch zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, wie viel wir in unserem Auslandssemester an der Swinburne University of Technology ab Mitte Juli erleben werden. Für uns beide war aber schon vorher klar: Wir wollen die Zeit hier so gut wie möglich ausnutzen. Ob campen, wandern, klettern oder surfen, in Victoria gibt es einiges zu erleben.

„Ich studiere an der Swinburne University of Technology, weil ich hier nicht nur Fim-Theorie und -technik lerne, sondern mich auch kreativ austoben kann.“

Geraldine hat gerade ihr Auslandssemester an der Swinburne University of Technology in Melbourne absolviert. Die Crossmedia-Redaktion Studierende hat Kurse im Fachbereich Film & Television belegt.

„Ich studiere an der Swinburne University of Technology, weil…

Gemeinsam mit Geraldine war auch Carina im Auslandssemester in Australien. Normalerweise studiert sie Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien (HdM), an der Swinburne hat sie jedoch einen Schwerpunkt auf den Bereich Business gelegt.

Great Ocean Road

Unser Trip: Mit 13 internationalen Studierenden und zwei Vans ging es für uns für ein Wochenende an die Great Ocean Road. Geschlafen haben wir in einem Airbnb in Apollo Bay und tagsüber ging es nach Lorne, Bells Beach, Johanna Beach, Bay of Islands, den Erskine Falls und einem High Tree Walk.

Facts: Die Great Ocean Road existiert bereits seit 1932 und wurde von Soldaten während des ersten Weltkriegs gebaut. Sie ist von Melbourne in zwei Stunden erreichbar und knapp 250 Kilometer lang. Neben den Zwölf Aposteln, riesigen Felsen im Meer, ist sie vor allem bekannt für die wunderschönen Strände, Klippen und Wälder.

Geheimtipp: Den Sonnenuntergang an einem der unzähligen kleinen Strände mit Klippen, Höhlen und weißem Sand genießen.

Lieber nicht: Zur Mittagssonne zu den Zwölf Aposteln. Denn zu dieser Zeit wird man von der Sonne so geblendet, dass man sich den Besuch sparen kann. Die beste Aussicht gibt es zur Morgen- oder Abendsonne.

Fun-Fact: Von den Zwölf Aposteln stehen nur noch acht. Die anderen wurden bereits von den Wellen im Laufe der Jahre zerstört.

Surfen

Unser Trip: Für uns war schon immer klar: Wir wollen surfen lernen! Doch die Kosten für privaten Surfunterricht oder ein eigenes Surfboard sind hoch. Eine gute Alternative bietet hier ein Surf Club. So gut wie jede Universität in Melbourne hat einen Surf Club – Ob RMIT, La Trobe oder UoM. Bei vielen ist es auch möglich, als externer Studierender beizutreten. Wir fuhren insgesamt drei Mal für ein Wochenende in ein Surf Camp. Das Gute an einem Trip mit einem Surf Club ist: Surfboards, Taucheranzüge, Schlafplatz und eine verrückte Surferparty sind inklusive!

Facts: Unsere Surftrips gingen nach Apollo Bay, Wye River an der Great Ocean Road und Waratah Bay in der Nähe des Nationalparks Wilson’s Prom. Neben Torquay, Lorne und Philipp Island sind dies gute Anfänger Strände zum Üben. Je nach Wind und Wetter haben aber auch Fortgeschrittene ihren Spaß.

Geheimtipp: Fangt mit kleinen Wellen Nähe des Strands an. Es ist viel einfacher, diese zu steuern als die großen.

Lieber nicht: Alleine surfen. Gerade als Anfänger werden die Stärke der Wellen und der Strömungen leicht unterschätzt.

Fun-Fact: Die australischen Surfer sind Fans von Kostüm-Parties. Ob Hawaii, All-but-clothes, sea life oder pinke Einhornparties, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Festivals

Unser Trip: Mit zwei Freunden ging es für fünf Tage auf das Musik Festival Burning Seed, bekannt auch als der australische Burning Man. Besonders ist nicht nur die Lage mitten im Nirgendwo, sondern auch das Prinzip des Festivals. Das Festival wird ohne Geld organisiert und es gibt kein Unternehmen, das Bühnen oder Musikanlagen aufbaut. Freiwillige, Kommunen, Non-Profit Organisationen und Künstler gestalten das Festival selbst. Essen, Kleidung oder Trinken wird geteilt und überall auf dem ganzen Festivalgelände gibt es kleine Bühnen, Partyzelte, Essensstände oder Workshops, an denen man umsonst teilnehmen darf.

Facts: Australien hat sehr vielseitige Kunst-, Film- und Musik Festivals. Wer sich für elektronische Musik begeistern lässt, für den ist beispielsweise das Strawberry Field im November interessant oder das Falls Festival, das an insgesamt fünf Orten an Silvester stattfindet unter Anderem auch in der Nähe von Melbourne in Lorne. Das Rainbow Serpent Festival ist eines der größten Musik- und Kunst Festivals und ist in zwei Stunden von Melbourne zu erreichen. Sehr zu empfehlen ist auch das Melbourne Film Festival, das im August stattfindet.

Geheimtipp: Festivals in Australien sind teuer. Wer keine 250$ oder 300$ für ein Festival entbehren kann, kann sich für eine Volunteer Stelle bewerben. Einfach auf der jeweiligen Webseite des Festivals online bewerben und sich für zwischen 12 und 20 Stunden Arbeit, das Festivalticket dazu verdienen.

Lieber nicht: Ohne Sonnenschutz und Wasser tanzen gehen. Die Sonne ist extrem stark in Australien. Auch ein noch so hässlicher Hut ist ein Muss!

Fun-Fact: Bei allen Festivals im sogenannten Bush oder Outback ist eine Dusche unnötig, denn nach zwei Minuten ist der ganze Körper wieder mit einer dicken Staubschicht bedeckt.

Nationalpark Wilson’s Promontery

Unser Trip: Für ein ganzes Wochenende ging es für uns mit dem Swinburne Explorer Club ein Wochenende zelten und wandern im Wilson’s Prom Nationalpark. Von Yoga am Strand, Wanderungen, tollen Ausblicken, Kängurus, Wombats, exotischen Vögeln, surfen bis zu lustigen Unterhaltungen bei einem Bier am Abend gibt es im Wilson’s Prom einiges zu entdecken. Besonders berühmt ist auch der Squeeky Beach. Wenn man auf ihm läuft quietscht der Sand unter den Füßen. Da der Trip von der Universität mitfinanziert wurde, war es auch sehr günstig.

Facts: Wilson’s Promontery ist über 65.000 Hektar groß und hat über 450 Camping Plätze. Kleine Häuschen und Zeltplätze füllen den Campingbereich. Zelten ist die günstige Alternative und ist auch im Winter mit einem guten Schlafsack gut auszuhalten.

Geheimtipp: Eine Wanderung entlang der Küstenwege bei Sonnenuntergang. Man kommt an wunderschönen versteckten Stränden vorbei und das Farbenspiel am Himmel ist unglaublich!

Lieber nicht: Ohne Taschenlampe und ausreichend Wasser wandern gehen. Wir haben uns auf dem Heimweg verlaufen, in der Zeit verschätzt und irrten zu fünft mit nur einer kleinen Taschenlampe durch die Dunkelheit.

Fun-Fact: Im Wilson’s Prom befindet sich der südlichste Punkt Australiens.

 

Auf einen Blick: die Swinburne University
Hochschule: Swinburne University of Technology – eine Universität in Melbournes Stadtteil Hawthorn
Stadt: World’s most liveable city Melbourne im Süden Australiens
Inhalte: Alles, was das HdM-Herz begehrt. Von Management, Design, IT, Photographie, Games, Design, Journalismus bis hin zu Film und Animation.
Highlights: Eine moderne Uni in einer Stadt mit einer vielseitigen Kunst, Musik und Kulturszene und atemberaubender Landschaft
Kosten: Die Höhe der Studiengebühren hängt von der Kurswahl ab: ca. 6.900 $ bei drei und 9.000 $ bei vier Kursen pro Semester.
besser nicht: Alkohol in der Öffentlichkeit trinken – mit bis zu 250 $ Strafe eine teure Investition!

Fragen zur Swinburne University und Australien? Antworten gibt es bei Geri (gn008@hdm-stuttgart.de) und Carina (ck138@hdm-stuttgart.de)!

About CR/PR-Internationals

Austauschstudierende des Studiengangs Crossmedia-Redaktion und Public Relations veröffentlichen hier Beiträge aus der ganzen Welt unter dem Motto: Auslandssemester hautnah!