Steckbrief: Aichi Shukutoku University in Nagoya

 

Wissenswertes:

Die Aichi Shukutoku Unversity (ASU) ist die erste Partnerschule der HdM in Japan. Die Partnerschaft ist noch sehr jung und erst im Frühjahr 2017 zustande gekommen. Die ASU besteht aus zwei Campussen: Dem Hauptcampus Nagakute, an dem die meisten Vorlesungen stattfinden, und dem kleineren Hoshigaoka Campus, der über einen kostenlosen Bus-Shuttleservice erreicht werden kann. Die ASU ist eine Privatuniversität und war ursprünglich Frauen vorbehalten. Seit 1995 dürfen dort aber auch Männer studieren.

„Ich studiere an der Aichi Shukutoku University, weil ich dadurch die japanische Kultur kennenlernen und gleichzeitig mein PR-Fachwissen vertiefen kann.“

Die Public Relations-Studierende Jasmin Hauer berichtet aus ihrem Auslandssemester an der Aichi Shukutoku University (ASU) in Nagoya, Japan. Alle Beiträge zur ASU findet man hier
Vom Wohnheim aus sind es nur wenige Minuten zum Campus der ASU. | Foto: Jasmin Hauer

Lage:

Nagakute liegt sehr zentral in Japan, auf Honshu, der größten der vier Hauptinseln. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dauert es etwa 40 Minuten zum Bahnhof in Nagoya. Von dort aus sind größere Städte wie Kyoto, Osaka oder Tokyo leicht zu erreichen. Nagoya ist eine Industriestadt und zusammen mit der Nachbarstadt Toyota ein führendes Zentrum in der Automobilindustrie. Dadurch ist es vergleichsweise wenig touristisch und man trifft nur selten auf Menschen aus dem Westen.

CR/PR-passende Studiengänge:

Die meisten Kurse an der ASU sind auf Japanisch. Wer der japanischen Sprache nicht mächtig ist, hat jedoch zwei Möglichkeiten:

Man kann entweder am Japanese Language and Culture Program teilnehmen und ein dreiviertel Jahr intensiv Japanisch lernen. Anschließend kann man auf Japanisch weiterstudieren.

Oder man besucht die englischen Kurse der Global Communication Fakultät.

An der ASU werden auch Media Communication und Media Production angeboten. Diese Kurse finden jedoch ausschließlich auf Japanisch statt.

Zum Angebot der Uni gehört außerdem:

Auf dem Nagakute Campus gibt es drei Schulkantinen, in denen nette, ältere Japanerinnen leckeres Essen zubereiten. Das Essen schmeckt nicht nur besser als man es von deutschen Mensa-Standards gewöhnt ist, es ist auch noch günstig. Außerdem gibt es gleich zwei kleine Läden, sogenannte Konbinis, in denen man nicht nur Fertiggerichte und Getränke kaufen, sondern auch Geld abheben, drucken oder Schreibwaren kaufen kann.

Der Hoshigaoka Campus beherbergt die „Global Lounge“, in der Studenten zusammenkommen und mehr über andere Kulturen erfahren können. Hier darf alles außer Japanisch gesprochen werden.

Neben den Kursen werden auch zahlreiche Club-Aktivitäten angeboten, die von Studierenden organisiert werden. So kann man aus einem breiten Angebot von Bogenschießen, Mannschaftssportarten oder auch Manga-Clubs wählen. Da man in Japan erst ab 21 legal Alkohol konsumieren darf, verbringen die Studierenden ihre Abende selten in Kneipen. Stattdessen nutzen die meisten Japaner das Club-Angebot um Freunde zu treffen und sich zu amüsieren.

Sportlich betätigen kann man sich im Pool oder im Fitnessraum. Hier werden zahlreiche Sportgeräte zur Verfügung gestellt, die man außerhalb der Unterrichtszeiten kostenlos nutzen darf.

Leben, Wohnen und Gesellschaft vor Ort:

Wohnen ist im International House der Universität möglich. Das sogenannte iHouse liegt direkt auf dem Nagakute Campus und die Vorlesungssäle sind innerhalb von fünf Minuten fußläufig zu erreichen. Darüber hinaus ist es mit etwa 240 Euro im Monat sehr günstig, obwohl es sehr modern und gut ausgestattet ist. Wie der Name schon sagt, lebt man hier mit den anderen internationalen Studenten zusammen, mit denen man zusammen kochen, lernen oder einfach im Gemeinschaftsraum fernsehen kann. Es wohnen aber auch immer drei Japaner im Haus, die einem im Alltag mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Klassenfahrt nach Nara und Kyoto | Foto: Yoko Hioki

In Nagakute herrscht eher Vorstadt-Flair. Zu Fuß erreicht man alle Geschäfte, die man für den täglichen Bedarf braucht. Es gibt viele Restaurants und Supermärkte und auch ein großes öffentliches Bad.

Das Leben in Japan ist auf jeden Fall anders als in Europa. Mit Englisch kommt man nicht sehr weit und vor allem zu Anfang ist das Einkaufen im Supermarkt ein Abenteuer. Durch die japanischen Schriftzeichen gestaltet sich das Lesen der Verpackungen schwierig. Auch herrscht hier eine andere Mentalität. Die Leute sind freundlicher und hilfsbereiter, aber es gibt auch viele Vorschriften und Regeln. Immer wieder trifft man auf Dinge, die einen staunen lassen: Seien es reibungslose Abläufe in der Verwaltung, saubere öffentliche Toiletten oder sprechende Geldautomaten.

Auf einen Blick: die Aichi Shukutohu University
Hochschule: Aichi Shukutoku University, Nagoya, Privatuniversität im Zentrum von Japan
Stadt: Hochburg der Automobilindustrie, wenig Touristen
Inhalte: Japanisch lernen und im Anschluss Wahlkurse belegen oder an der englischen Global Communication Fakultät studieren
Highlights: Japanische Kultur hautnah erfahren, Wochenendtrips, mit Koreanern, Chinesen, Engländern &&& zusammen wohnen.
Kosten: Keine Studiengebühren, günstiges Wohnheim; aber Obst und Gemüse sind teuer!
besser nicht: vergessen, im Haus die Schuhe auszuziehen und in der Regenzeit den Schirm zu Hause lassen

Fragen zur Aichi Shuktoku University und Japan? Antworten gibt es bei Jasmin (jh168@hdm-stuttgart.de) und in ihrem Japan-Blog!

About CR/PR-Internationals

Austauschstudierende des Studiengangs Crossmedia-Redaktion und Public Relations veröffentlichen hier Beiträge aus der ganzen Welt unter dem Motto: Auslandssemester hautnah!