„Wiedererkennbarer und sichtbarer. Das ist edit.“

edit. soll die neue Online-Plattform des Studiengangs Crossmedia-Redaktion/ Public Relations (CR/PR) heißen, auf dem die Studierenden ihre in den Lehrveranstaltungen produzierte Artikel ab Mitte Dezember veröffentlichen. Die Professorin Katarina Bader hat an diesem Projekt maßgeblich mitgewirkt. Wie aus einer Idee die Online-Plattform edit. wurde, verrät sie im Interview.

Redaktion: Was ist edit. eigentlich?

Prof. Dr. Katarina Bader: edit. ist ein junges, multimediales Online-Magazin, das von den Studierenden der Hochschule der Medien (HdM) produziert wird. Es ist ein interdisziplinäres Projekt, bei dem neben den Studierenden des Studiengangs Crossmedia-Redaktion/Public Relations (CR/PR) auch Medienwirtschaftler oder Masterstudierende mitarbeiten. Im vergangenen Semester hat sich eine Gruppe von Studierenden systematisch mit dem Konzept einer neuen Online-Plattform beschäftigt, wodurch die Projektidee von edit. entstand.

Woher kam die Idee zum Namen der neuen Plattform?

Der Name edit. kommt zum einen vom englischen Verb „to edit“. edit. muss aber nicht unbedingt englisch gelesen werden, sondern kann auch eine Kurzform von editieren sein.  Denn mit dieser Tätigkeit verbringt ein Journalist viel Zeit. Dass Beiträge von mehreren Personen durchgearbeitet werden und man als Autor immer wieder Feedback von Kollegen bekommt, ist ein zentraler Mechanismus der journalistischen Qualitätssicherung. Und genau das lernen, üben und machen wir in der Lehrredaktion: hochwertige journalistische Arbeit in verteilten Rollen.

Einen Prototypen von edit. gibt es bereits, doch die Plattform ist noch nich öffentlich zugänglich. Quelle: Edit.-Prototyp
Einen Prototypen von edit. gibt es bereits, doch die Plattform ist noch nich öffentlich zugänglich. Quelle: edit.-Prototyp

Aus welchem Grund soll edit. die bisherige Online-Plattform Redaktionzukunft ersetzen?

Damit das CvD-Team, also die Studierenden des vierten Semesters, auf Redaktionzukunft konzeptionell arbeiten kann, haben wir in den letzten Jahren jedes Semester ein neues Online-Magazin entwickelt. Leider wurde die Seite dadurch sehr unübersichtlich und musste nach drei Jahren modernisiert werden. Für mobile Endgeräte war sie nicht bestimmt und entsprach nicht mehr dem aktuellen Designtrend. Wir konnten keine konsequente Marke aufbauen, was vor allem im Social Media Bereich immer wichtiger wird. Für uns war das der Grund edit. an den Start zu bringen. Die Studierenden sollen im neuen Konzept die Chance bekommen jedes Semester etwas Eigenes in Form eines thematischen Specials zu entwickeln. Hierbei gibt es einen festen Rahmen und eine feste Marke. Sie soll wiedererkennbarer und sichtbarer sein. Das ist edit. In diesem Zuge soll unser Crossmedialer Arbeitsbereich, die jetzige Lehrredaktion, von „Convergent Media Center“ (CMC) in „edit-Lab“ umbenannt werden.

 Wann kam die konkrete Idee für edit. auf und wann wird die Plattform online gehen?

Bereits vor zwei Jahren wurde uns während der Arbeit an Redaktionzukunft klar, dass wir eine neue Plattform benötigen. Deshalb wurde das studentische Markenprojekt für ein Semester ins Leben gerufen. Mittlerweile ist die neue Seite fast fertig und wir sind optimistisch, dass wir diese am elften Dezember veröffentlichen können. Wir wollen als junges Magazin auftreten, bei dem deutlich ist, dass die Macher Studierende sind. Die Leser sollen Lust bekommen auf unsere Art mit Themen umzugehen, Lust auf unser Design, unsere Fotos und unsere Weise Geschichten zu erzählen.

Das neue Logo soll jünger und ansprechender wirken, um die Plattform gebührend zu repräsentieren. Quelle: Anne-Marie Berlin
Das neue Logo soll jünger und ansprechender wirken, um die Plattform gebührend zu repräsentieren. I Quelle: Anne-Marie Berlin

Das Konzept wurde auch in Zusammenarbeit mit einer Medienagentur erstellt. Wie sah die Zusammenarbeit aus?

Die Studierenden haben zwar die Idee für die Marke entwickelt aber ein professionelles Webdesign wurde in Zusammenarbeit mit einer Agentur erstellt. Das von den Studierenden vorgeschlagene Logo haben wir weitestgehend übernommen, aber für die professionelle Umsetzung wurde die Agentur beauftragt, die die Ideen der Studierenden realisiert hat. Vor allem Thomas Hafner (wissenschaftlicher Mitarbeiter des Studiengangs CR/PR*) hat viel Arbeit in die Kommunikation mit der Agentur und wiederholtes Feedback gesteckt.

Wird Redaktionzukunft beim Release von edit. abgeschaltet?

Redaktionzukunft wird im Netz für mindestens weitere drei Jahre zu sehen sein, da die Inhalte der Webseite für die Macher der Plattform auch eine wichtige Arbeitsprobe sind. Weiter bespielt wird sie allerdings nicht.

* Anmerkung der Redaktion

Mit dem Themenschwerpunkt urbanes Leben geht edit.Puls als Special des  aktuellen Wintersemesters an den Start. Das Format beschäftigt sich mit den Fragen, was die Stadt am Leben hält und was sie lebendig macht. Sowohl alltägliche Themen wie die Funktionsweise der Müllabfuhr aber auch außeralltägliche Themen wie Graffiti-Künstler sollen aufgegriffen und dabei nicht nur Geschichten aus Stuttgart erzählt werden. Die zahlreichen Facetten des urbanen Lebens prägen dieses Special..

 

About Helene Dann

ich studiere mittlerweile im vierten Semester Public Relations. Seit Oktober 2017 informier ich über das Neueste aus unserem Studiengang.