Mein Sommer, der Agentur-Marathon

Ein Gastbeitrag von Chris Vogt, PR-Studierender im vierten Semester.

Zwölf Wochen, sechs Agenturen – das Programm für die vorlesungsfreie Zeit im Sommer könnte auch entspannter aussehen. Ich habe mich trotzdem auf das Abenteuer „Agentursurfing“ eingelassen und für jeweils zwei Wochen in sechs unterschiedliche Agenturen in Stuttgart geschnuppert. 

Chris Vogt ist PR-Studierender im vierten Semester. In der restlichen Zeit spricht er gerne in Mikros und Kameras. I Foto: Moritz Dollinger

Zwei Wochen scheinen eine recht kurze Zeit zu sein, um ein Unternehmen wirklich kennenzulernen oder um stark in ein Projekt eingebunden zu werden. Darum ging es bei der Employer-Branding-Kampagne „Komm-in-die-Agentur“ allerdings auch nicht. Ich hatte den Eindruck, dass die Agenturen deutlich an frischen Nachwuchskräften interessiert sind und deshalb zeigen wollten, welche beruflichen Möglichkeiten sie bieten können.

Deutschlandweit schlossen sich hierzu sechs große Kommunikationsverbände zusammen und boten in mehreren Städten das „Agentursurfing“ an. Dementsprechend standen auf meinem Fahrplan für den Sommer, Agenturen mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie B2B, Werbung, Online und Event:

RTS Rieger Team, ressourcenmangel, der Deutsche Sparkassenverlag, DIE CREW, die Full Moon Group und follow red waren hier mit dabei. Ich hatte innerhalb der Firmen die Möglichkeit, einen Einblick in verschiedene Abteilungen zu werfen.

Bei der Aktion #KommindieAgentur haben die führenden Kommunikationsverbände bundesweit 67 PraktikantInnen ausgewählt, die für jeweils 2 Wochen von Agentur zu Agentur surfen. Wie es bei RTS war, erfahrt ihr hier:

Posted by RTS RIEGER TEAM on Dienstag, 1. August 2017

Mein Statement zur Arbeit bei RTS Rieger Team.

Der Alltag eines Agentursurfers

Alle zwei Wochen tauchte ich in eine neue Welt ein: andere Kollegen, andere Prozesse und Projekte. Jede Agentur hatte sich etwas anderes für die Surfer ausgedacht. Mal wurde ich mit kleineren Aufgaben in Projekte eingebunden, mal bin ich jeden Tag in einer anderen Abteilung mitgelaufen oder bekam ein eigenes Übungsprojekt. Einige Aufgaben endeten sogar damit, dass ich selbst kleine Präsentationen halten durfte oder dass Arbeiten von mir veröffentlicht wurden.

Ein Tag im Leben eines Agentursurfers. Was passiert da? Chris zeigt es in seiner Insta-Story. Viel Spaß bei deiner nächsten Station! Komm in die Agentur#kommindieagentur #agentursurfer #anborddercrew #schonwiedervorbei #erfolgisteinefragederhaltung #werbeagentur #stuttgart #degerloch #brandagency #advertising

Posted by DIE CREW AG Werbeagentur on Freitag, 8. September 2017

 

In den praktischen Alltag hatten die Agenturen viele Einzelgespräche gestreut. Das war wahrscheinlich das Highlight des gesamten Konzepts. Texter, Grafiker, Projektleiter, Geschäftsführer und anderen Kommunikationsexperten haben sich teilweise stundenlang für mich Zeit genommen. Sie haben mir ihre Arbeit gezeigt und jede Frage beantwortet. Wann bekommt man sonst so eine Gelegenheit?

Mein Fazit

Was haben mir die zwölf Wochen Agentursurfing gebracht? Meine Ziele waren: Viele neue Kontakte knüpfen und einen ersten Einblick in das Agenturleben werfen. Beides habe ich erreicht. Mein Gesamteindruck: Die Arbeit in Agenturen ist viel besser als ihr Ruf. Die Verantwortlichen können sich also freuen. Für das nächste Agentursurfing würde ich mir allerdings einen kleinen Puffer wünschen. Der ständige Wechsel der Umgebung ist nach sechs Agenturen etwas anstrengend.

Und jetzt? Das Praxissemester steht im nächsten Jahr an. Es ist gut möglich, dass es mich dann wieder zu einer meiner Praktikumsstellen verschlägt. Orientierung und Kontakte habe ich jetzt zumindest.

 

About Anna-Maria Ihle

Ich studiere im vierten Semester Crossmedia-Redaktion an der Hochschule der Medien. Seit März 2017 liefere ich Lesestoff direkt aus unserem Studiengang.