Praktikum in der Mitarbeiterkommunikation von Audi

Meist bedeuten die Vorbereitungen für das anstehende Praxissemester als Viertsemester Aufregung, Nervosität, Ratlosigkeit und viel Arbeit. Auch PR Studentin Luisa Kübler hat diese Zeit erlebt. Mittlerweile hat ihr Praktikum bei Audi in Neckarsulm begonnen. Luisa über die Bewerbungsphase, die anstehenden Aufgaben und den Start ins Praxissemester.

Ein Motivationsschreiben verfassen, das sich von den anderen Bewerbern abhebt. Den Lebenslauf aktualisieren und in ein peppiges Design setzen. Abiturzeugnisse und Praktika Bescheinigungen herauskramen und sich auf schwierige Fragen in Vorstellungsgesprächen vorbereiten. – Anfangs verband ich alle Gedanken an das kommende Pflichtpraktikum mit einem Haufen Arbeit und der Sorge, keinen tollen Platz zu bekommen. Die Professorinnen und Professoren machten uns von Beginn an Mut und versicherten uns, dass jeder eine passende Stelle finden würde. Während der Vorbereitungen war das für uns Studierende schwer zu glauben. Wie soll ich ein besonderes Anschreiben verfassen? Wie soll ich es schaffen, dass mein Lebenslauf professionell aussieht? Was soll ich beim Vorstellungsgespräch anziehen und vor allem: Was soll ich sagen? – Diese Fragen gingen wohl fast jedem Kopf meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen durch den Kopf.

Neben mir starteten am 28. August zahlreiche weitere Praktikanten in den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen.
Foto: Audi

Nach einigen abgeschickten Onlinebewerbungen fiel der Druck ein wenig von mir ab. Die Dokumente hatte ich fertiggestellt und zusammengesucht, jetzt hieß es warten. Beinahe jede halbe Stunde checkte ich meinen Maileingang. Doch dann, nach einer Woche die Überraschung: Nacheinander kontaktierten mich die Firmen, bei denen ich mich beworben hatte per Telefon, bedankten sich für die Bewerbung und luden mich zu einem persönlichen Gespräch ein. Erleichtert atmete ich auf und fragte in meinem Studiengang nach, wie es den anderen erging. Meine Kommilitoninnen und Kommilitonen freuten sich ebenfalls über positive Rückmeldungen und Einladungen zu Bewerbungsgesprächen. Wie es aussah, war die Sorge, keine Stelle zu bekommen, wirklich umsonst gewesen. Da ich unbedingt Einblicke in die Kommunikationsabteilung eines Unternehmens bekommen wollte, hatte ich mich bei den Automobilkonzernen BMW und Audi beworben und außerdem bei Bosch.

Die Vorstellungsgespräche waren lange nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte: Hauptsächlich interessierten sich die Mitarbeiter für meinen Studiengang, meine Erfahrungen und natürlich den Grund, warum ich mein Praxissemester ausgerechnet in ihrem Betrieb absolvieren möchte. Die Aufgaben und die Öffentlichkeitsarbeit der Audi AG faszinierten mich am meisten und nach einer Zusage entschied ich mich dafür, das Praktikum bei dem Automobilkonzern in Neckarsulm anzutreten.

Das Audi Forum in Neckarsulm wird zur Fahrzeugübergabe, als Restaurant und Arbeitsplatz und auch für externe Veranstaltungen genutzt. Foto: Audi Media-Center

Die erste Woche im Betrieb

Nach zahlreichen Einführungen durch meinen Vorgängerpraktikanten, Werkführungen, Sicherheitseinweisungen und Zugangsanträgen startete mein Alltag in der Mitarbeiterkommunikation von Audi. Anfangs schaute ich meinem Betreuer nur über die Schulter und versuchte, die Abläufe im Konzern zu verstehen. „Das Praktikum ist, was du daraus machst. Wenn du dich bemühst, stehen dir alle Möglichkeiten offen auch in anderen Abteilungen wie Marketing oder der externen Kommunikation Aufgaben zu übernehmen“, erklärte mein Vorgänger. Nach einigen Tagen durfte ich erste Artikel für das Intranet „mynet“ redigieren und anschließend für die Mitarbeiterwandzeitung kürzen. Außerdem nahm ich an Meetings, Besprechungen und Telefonkonferenzen mit der Kommunikationsabteilung vom Standort Ingolstadt teil. Nach einer Woche hatte ich meine ersten Interviews mit Mitarbeitern zu verschiedenen Veranstaltungen, Gastronomieinnovationen oder Gebäuderenovierungen und verfasste Meldungen und Artikel. Mir machte es von Anfang an viel Spaß, mit allen Abteilungen im Werk in Kontakt zu stehen und ebenfalls Einblicke in die externe Kommunikation, das Schreiben von Pressemeldungen, die Betreuung von Journalisten und das Fotografieren von Neuwagen für Facebookposts zu bekommen. Mitte September werde ich eine Redakteursschulung in Ingolstadt besuchen und habe die Möglichkeit, an einem PR-Seminar teilzunehmen. Von den kommenden Wochen und Monaten erwarte ich mir, noch mehr Verantwortung übernehmen und selbstständig Themen vorschlagen und aufbereiten zu dürfen. Eines habe ich von dem Thema Praxissemester aber schon mitgenommen: Die Sorge als Viertsemester, keine passende Stelle zu bekommen, ist wirklich absolut unbegründet.

About Luisa Kübler

19 Jahre alt, aus dem schönen Hohenloherland und Public Relations Studentin im vierten Semester. Ich freue mich, im Sommersemester über aktuelle Themen meines Studiengangs zu berichten.