24 Stunden Kommunikation

Beim ersten Communication Camp am 19/20. Mai arbeiteten gemeinnützige Organisationen, Kommunikationsprofis, und Studierende gemeinsam an kreativen Konzeptionen. Eine wertvolle Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Ein Rückblick.

Die Idee hinter dem Projekt war, die Organisation einer Veranstaltung mit sozialem Engagement zu verbinden – neudeutsch „Social Learning“. So entschieden sich die PR-Studierenden im vierten Semester dafür, gemeinnützigen Organisationen bei deren Öffentlichkeitsarbeit zu helfen und innerhalb von 24 Stunden eine Konzeption zu kommunikativen Herausforderungen dieser Organisationen zu erstellen.

Doch die Arbeit begann schon viel früher: Bereits zu Beginn des Semesters musste geklärt werden, wie das Communication Camp (CoCa) ablaufen wird. Anfang März waren gemeinnützige Organisationen aus dem Raum Stuttgart eingeladen, sich mit einem Problem in ihrer Öffentlichkeitsarbeit zu bewerben. Außerdem erhoffte sich das Team die Teilnahme von Studierenden anderer Studiengänge. Das CoCa sollte dazu dienen, neue Kontakte zu knüpfen und mit unbekannten Studierenden kreativ im Team zusammenzuarbeiten.

Nach einigen Stunden rauchen die Köpfe: Zusammen mit Alexander Praun von der Agentur Communication Consultants (rechts) überlegen sich die Studierenden hilfreiche Kommunikationskonzepte für eine gemeinnützige Organisation. Foto: Luisa Kübler

Die hohe Resonanz der gemeinnützigen Organisationen hatte anfangs niemand erwartet. Aus den 40 eingegangenen Bewerbungen wählte die Jury aus Professoren und Studenten vier anspruchsvolle Probleme aus, die von den Teams während des Camps gelöst werden sollten. Herausforderungen wie zu wenig Bekanntheit, fehlende Spenden und Unterstützung sowie die Steigerung des Umsatzes sollten von den Studenten kreativ angegangen werden. Dazu fanden sie sich in acht Teams zu je vier bis fünf Personen zusammen. Jeweils zwei Gruppen kümmerten sich dabei um ein kommunikatives Problem.

“Für mich ist das Communication Camp eine sehr gute Möglichkeit, in einen Bereich hineinzuschnuppern, mit dem ich sonst nichts zutun habe”, äußerte sich Daniel zu dem Projekt der Public Relations Studierenden des vierten Semesters. Er studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der dualen Hochschule in Stuttgart und freute sich darauf, mit vielen anderen Studierenden aus den unterschiedlichen Studiengängen und den Coaches aus Stuttgarter PR-Agenturen zusammenzuarbeiten.

Stärkung muss sein: Alle Teilnehmer bedanken sich bei Pokkez und Subway für die notwendige Bereitstellung von Nervennahrung. Foto: Julian Reitner

 

Pascal kam für das Coca von Ulm angereist. Er arbeitet für die neu gegründete Stiftung für Menschenrechtsbildung und erhoffte sich von den Studierenden einige Anregungen, wie die Bekanntheit der Stiftung gesteigert werden könnte. “Leider haben wir nicht genügend finanzielle Unterstützung und Zeit, um aus der Stiftung etwas ganz Großes zu machen”, sagt Pascal. “Es wäre schön, wenn sich die Studierenden etwas einfallen lassen könnten, dass mehr Leute von unserer Organisation erfahren und eventuell bereit sind, mitzuhelfen.”

Neben den Vertretern der Organisationen wurden auch PR-Profis aus den Stuttgarter PR-Agenturen Sympra, Communication Consultants und Ketchum Pleon eingeladen. Die PR-Spezialisten unterstützten die Studierenden als Coaches und brachten hilfreiche Tipps in die Konzeptionsarbeit ein. Annika Rohde ist Junior Consultant bei Ketchum Pleon: “Wir haben uns entschieden beim Communication Camp mitzumachen, weil die Kreativ- und Konzeptarbeit einfach total spannend ist und man in der Praxis nicht so viel damit zu tun hat”, äußert sich Annika. “Es ist toll, wie strukturiert und professionell die Studierenden an die Sache herangehen – das Studium scheint sie wirklich sehr gut vorzubereiten.” Für sie sei es toll, ihr Wissen weiterzugeben und im besten Fall lerne sie jetzt schon spätere Kollegen kennen.

Bei den Abschlusspräsentationen der individuellen Konzepte strahlten die einzelnen Teams um die Wette. Foto: Julian Reitner

Nach 24 Stunden brainstormen, analysieren, planen und dokumentieren stellten die einzelnen Gruppen ihre Konzeptionsideen vor den Vertretern der PR-Agenturen, ihren Auftraggebern und ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen vor. Die kreativen Vorschläge zeigten, dass das Coca seinen Zweck erfüllt hatte. Während der anstrengenden und lehrreichen Tage des Camps haben die Studierenden vor allem eins gelernt: Leidenschaft und Spaß am Beruf ist der Schlüssel zum Erfolg.

Das Projekt hat uns allen unglaublich geholfen und Spaß gemacht. Bei der Zusammenarbeit mit den PR-Experten konnten wir viel lernen und Einblicke in die Praxis bekommenErika Ginger, 4. Semester PR

Unterstützt wurde das Communication Camp von den Junioren der Landesgruppen des BdP https://www.bdp-net.de/bdp, der DPRG http://dprg-online.de/. Damit die Studenten und Coaches 24 Stunden durcharbeiten konnten, war die Unterstützung durch Krombacher (Getränke) https://www.krombacher.de/verteiler.html, Pokkez Uni-Stuttgart (Suppe) http://www.pokkez.de/und Subway Vaihingen (Sandwiches) http://www.subway.com/de-de toll.

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About Luisa Kübler

19 Jahre alt, aus dem schönen Hohenloherland und Public Relations Studentin im vierten Semester. Ich freue mich, im Sommersemester über aktuelle Themen meines Studiengangs zu berichten.