Mit Vollgas in Richtung Bachelor

Für die Crossmedia-Redaktion (CR) und Public Relations (PR) Studierenden des siebten Semesters neigt sich die Studentenzeit dem Ende zu: Fleißig wählten sie Themen für ihre Bachelorarbeiten aus, führen Recherchen durch und erstellen Fragebögen. Bei einem Kolloquium präsentieren die Abgängerinnen und Abgänger ihren Arbeitsstand, klären offene Fragen und erzählen, was sie momentan beschäftigt und was auf ihrer Tagesordnung steht.

Sebastian Buck befindet sich mitten in den Vorbereitungen für eine erfolgreiche Bachelorarbeit. Er studiert Crossmedia-Redaktion im siebten Semester und zeigt sich momentan relativ gelassen: „Natürlich steigt die Nervosität, je näher die Abgabe Ende Juni rückt, aber zurzeit bin ich noch ganz entspannt“, sagt Sebastian. Er schreibt seine Bachelorthesis gemeinsam mit seiner Kommilitonin Janina Flaig. Die beiden haben sich für das Thema „Erwartungshaltung der Studierenden an die Berufsfelder der Crossmedia-Redaktion und der Public Relations“ entschieden. „Dass wir zu zweit schreiben, war ein spontaner Beschluss. Aber bei unserem Thema bietet sich das an, weil Janina PR studiert und ich studiere CR, so können wir beide Blickwinkel der Berufsrichtungen beleuchten“, äußert sich Sebastian. Momentan bewirbt er sich auf Stellen für ein Volontariat, welches er nach seiner Bachelorarbeit antreten möchte.

Seit Sebastian seine Bachelorarbeit schreibt, ist die für ihn Bibliothek ein zweites Zuhause. Foto: Luisa Kübler

Die Themen für die Thesen stehen mittlerweile fest und die Bachelorarbeiten sind zum größten Teil beim Prüfungsamt angemeldet. Jetzt heißt es für die Siebtsemester: Recherchieren, Ausformulieren, Fragebögen erstellen, Experteninterviews vorbereiten, Analysen durchführen und wissenschaftlich schreiben. Bei sogenannten Kolloquien erhalten die Absolventen Hilfe und Feedback von ihren betreuenden Professorinnen und Professoren und haben die Möglichkeit, sich mit Kommilitonen über den aktuellen Stand der Arbeiten auszutauschen. Professorin Katrin Hassenstein ist eine der zuständigen Betreuerinnen und setzte ihr Kolloquium auf Mittwochmorgen um 08.30 Uhr an.

Im Halbkreis nahmen die Absolventen an den Tischen Platz, packten ihre Laptops aus und plauderten noch kurz über die ein oder anderen Neuigkeiten. In den folgenden Stunden hatten sie Zeit, die Themen ihrer Bachelorarbeiten zu präsentieren und den aktuellen Stand ihrer Projekte vorzustellen. Es folgte ein spannender Vormittag mit interessanten Themen der Abschlussarbeiten wie beispielsweise „Merkmale eines integrierten Corporate Citizenship-Konzepts“ oder „Welchen Einfluss haben innovative Geschäftsideen und digitale Anwendungen auf das Markenimage?“. Insgesamt zwei Studierende entschieden sich, die Bachelorarbeit in einem Team zu schreiben. Bei ihren kreativen PowerPoint Präsentation gaben die Absolventen sich viel Mühe. Nach jedem Vortragolgten angeregte Diskussionen über offene Fragen, die bei den Studierenden in der Theoriephase der Arbeit aufkamen. Wie funktioniert nochmal das indirekte Zitieren, welche Transkriptionssoftware ist empfehlenswert, spricht mein Fragebogen meine Zielgruppe an? Muss das Thema nicht doch etwas weiter eingegrenzt werden? – Diese Gedanken stehen bei den Absolventinnen und Absolventen zurzeit auf der Tagesordnung.

Facts & Figures
Den Namen „Bachelorthesis“ trägt die Abschlussarbeit am Ende jedes Bachelorstudiengangs. Innerhalb von drei Monaten suchen sich die Absolventen ein Thema für ihre Abgabeschrift aus, sprechen dieses mit ihrem Erstbetreuer und Zweitgutachter ab, halten ihre Ergebnisse und Ausarbeitungen in einer wissenschaftlichen Arbeit fest und geben ihre Abschlussthesis ab. Im Studiengang Crossmedia-Redaktion und Public Relations gibt es keine mündliche Prüfung nach Abgabe der Bachelorarbeit, allerdings zählt die Teilnahme am Kolloquium als Prüfungsvorleistung und ist somit Pflicht für die Studierenden. Um sich untereinander auszutauschen und in Kontakt mit den betreuenden Professoren zu bleiben, nutzen alle Beteiligten einen sogenannten Moodlekurs zur Thesis. Moodle ist ein Tool im Intranet der Hochschule der Medien.

Frau Professor Hassenstein nahm sich Zeit, alle Fragen der Studierenden ausführlich zu beantworten und Feedback zu geben. Sie erinnerte daran, dass Fragebögen für die Inhaltsanalyse nicht mit statistischen Angaben, sondern mit spannenden Fragen begonnen werden sollen, um die Zielgruppe nicht schon bei der ersten Frage zu langweilen und somit zu verlieren. Generell müssen Fragen sehr präzise formuliert werden und so auch für Studierende verständlich sein, die mit der Thematik der Public Relations oder des Journalismus nicht vertraut sind. Neben drei der ersten PR Abgängern der Hochschule der Medien und einem CR Student des siebten Semesters, nahmen auch vier Masterstudentinnen am Kolloquium teil, um sich für ihre Arbeiten Rückmeldungen einzuholen. Sebastian empfand das heutige Kolloquium als sehr hilfreich: „Besonders für unseren Fragebogen war es sehr gut, heute Feedback von Frau Hassenstein zu bekommen. Jetzt können wir ihn nochmal weiterentwickeln. Es ist immer gut, Input von Professoren zu bekommen, weil wir alle ja vorher noch nie eine Bachelorarbeit geschrieben haben.“

About Luisa Kübler

19 Jahre alt, aus dem schönen Hohenloherland und Public Relations Studentin im vierten Semester. Ich freue mich, im Sommersemester über aktuelle Themen meines Studiengangs zu berichten.