Einsatz auf vier Pfoten – Inside Multimedia

Das dritte Semester – eines voller Höhen und Tiefen, aber vor allem ein Semester voller spannender Erlebnisse und neuen Erkenntnissen. In der Lehrredaktion bei Professorin Bader hatten wir Crossmedia-Studierenden die Aufgabe eine Multimedia Reportage zu produzieren. In einer Multimedia-Reportage sind Audio-, Video-, und Textelemente in einem Format vereint. Kurz bevor die Semesterferien anfingen, starteten die Produktionen. Was wir in den vier Wochen produziert haben, wie die Produktionen verliefen und welche Erfahrungen wir daraus gezogen haben, erfahrt ihr in der folgenden Reihe „INSIDE Multimedia“. Heute mit „Einsatz auf vier Pfoten. Katrin und Jannika haben im Interview über ihre Produktion erzählt: 

Einsatz auf vier Pfoten

Eine Multimediareportage von Jannika Quaas, Katrin Nöbauer, Elena Menstell, Elisa Oberst, Robin Weber und Nils Kraft 

Was war euer Thema?

Jannika: Wir haben uns für das Thema „Einsatz auf vier Pfoten“ entschieden.

Katrin: Die Idee war zu zeigen, dass Hunde nicht nur in der Freizeit der beste Freund vom Menschen sein können, sondern auch im Beruf.

Wie seid ihr auf das Thema gekommen?

Jannika: Beim Brainstorming hatten wir Ideen von Foodora, über Straßen- Trucker, bis hin zu unserem Thema „Hundeberufe“.  Wir waren uns dabei schnell einig, weil das Thema tolle Bilder und Eindrücke hergibt. Jeder von uns hat eine grobe Vorstellung von einem Spürhund. In unserer Multimedia-Reportage wollten wir zeigen, ob diese Vorstellungen der Realität entsprechen oder der Fantasie entspringen.

Katrin: Für mich war das Thema zudem eine Herausforderung, weil ich selbst Hunde nicht so spannend finde. Ich war gespannt, ob wir es schaffen die Reportage interessant zu gestalten.

Für welche Aufgabe im Team wart ihr zuständig?

Jannika: Bei einem so großen Projekt macht es Sinn, Aufgaben innerhalb der Gruppe aufzuteilen, sonst kann es chaotisch werden. Mein Bereich war der Großteil der Recherche, die Interviewführung und die Betreuung der Protagonisten vor Ort.

Katrin: Ich war für die Fotos zuständig, außerdem war ich die Kontaktperson der Therapiehundehalterin, welche wir interviewt haben. In der Nachbearbeitung habe ich beim Videoschnitt geholfen.

Wie verlief eure Produktion?

Jannika: Unsere Videodrehs liefen, was das Handwerk anging, ohne Probleme ab. Jedoch hat uns die Technik ab und an einen Strich durch die Rechnung gemacht. Beispielsweise war einmal der Akku unserer Drohne zu kalt, als wir auf der Alpspitze in Garmisch-Partenkirchen gedreht haben. Wir konnten dann erst filmen, als wir den Akku über dem Kachelofen auf der Skihütte gewärmt hatten. Um die Landschaftsaufnahmen zu machen, blieben uns aber trotzdem nur fünf Minuten, da dieser sofort wieder abgekühlt ist. Wir haben es geschafft und die Herausforderungen gemeistert – da ist man auf sein Team und das gemeinsame Endprodukt schon stolz.

Katrin: Bevor wir aber mit unseren Drehs starten konnten, entwickelten wir ein sehr ausführliches Konzept. Dabei merkten wir, dass alle unterschiedliche Vorstellungen von der Produktion hatten. In der Diskussion konnten wir unsere Vorstellungen gut angleichen und unser Konzept deutlich verbessern.

Unser erster Dreh war beim Zoll am Flughafen. Wir sind mit unseren beiden Protagonisten und deren Hunden im Zollauto mitgefahren, waren bei den Hundezwingern hinter dem Rollfeld,  sowie bei einer Suche an den Koffern und Personen dabei. Unser zweiter Dreh war auf der Zugspitze in Garmisch- Partenkirchen – eine frostige Angelegenheit. Am Anfang dachte ich, wir würden erfrieren, aber dann ging die Sonne über den Berggipfeln auf und wir hatten strahlenden Sonnenschein. Unser dritter Dreh war in der Nähe von Ulm bei einer Therapiehundehalterin und – Trainerin. Diese durften wir zu einer Gruppe von Schulkindern begleitet. Dort war es sehr hektisch: Niemand konnte sich um uns kümmern, wir durften uns  gegenseitig nicht stören, da man das Fotoklicken auf dem Videoband gehört hätte, und die Kinder und Hunde nicht ablenken.

Im Anschluss haben wir gemeinsam die Videos geschnitten, ich habe die Fotos bearbeitet und den anderen Feedback zu ihren Arbeiten gegeben. Die Arbeit im Team verlief sehr harmonisch und konzentriert.

Nils, Jannika, Katrin und Robin bei ihrem Dreh in Garmisch-Partenkirchen

Habt ihr persönliche Veränderungen in dieser Zeit durchlebt?

Jannika: Auf jeden Fall, aber ich würde das nicht unbedingt an der Produktion der Multimedia-Reportage festmachen, sondern generell an den Produktionen in diesem Semester. Zum ersten Mal geht man mit professionellem Hintergrundwissen in den Journalisten-Job. Mittlerweile werden wir alle immer besser und können uns auch immer mehr mit der Journalisten-Rolle und ihren Anforderungen identifizieren: Man sollte neugierig sein, flexibel, hartnäckig, belastbar, teamfähig und vielseitig interessiert.

Katrin: Ich hatte vor der Arbeit mit den vielen unterschiedlichen Hunden ziemlichen Respekt, manchmal auch leichte Panik– diese Ängste konnte ich durch die Dreharbeiten überwinden. Sozusagen Konfrontationstherapie. Gelernt habe ich, vorher alles perfekt zu planen und dann spontan doch wieder alles anders zu machen und wieder einmal, das Teamarbeit etwas Tolles ist, bei dem klasse Ergebnisse heraus kommen können.

Was war das emotionalste Erlebnis in dieser Zeit?

Jannika: Das Gefühl, seiner fertigen Produktion gegenüberzusitzen und damit echt zufrieden zu sein.

Katrin: Wir haben sehr viel Zeit miteinander verbracht, ein paar meiner Teammitglieder haben während einem Dreh bei mir Zuhause übernachtet und meine Eltern kennen gelernt, das fand ich echt schön.

Wie hat es sich angefühlt, das Endprodukt vor sich zu haben?

Jannika: Super und ein bisschen erleichtert, dass man die Abgaben rechtzeitig geschafft hat.

Katrin: Ich war ehrlich gesagt einfach nur froh, dass die Multimedia- Reportage fertig war und ich nichts mehr daran ändern musste.

 

Hier geht es zur Multimedia-Reportage „Einsatz auf vier Pfoten“

About Malin Zeuchner

Ich studiere im vierten Semester Crossmedia-Redaktion an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Seit März 2017 bekommt ihr von mir Einblicke in unseren Studiengang.