Hier spielt Zukunftsmusik

Das Praxissemester steht vor der Türe und viele Studierenden des vierten Semesters schreiben bereits fleißig Bewerbungen. Aber was, wenn einfach keine Stellenanzeige auf die Vorstellungen passt, oder noch nicht klar ist, in welche Richtung das Praktikum gehen soll? – Der Karrieremarktplatz hilft aus! Bereits zum fünften Mal stellten sich im Foyer der Hochschule der Medien zahlreiche Unternehmen vor und informierten die Studierenden über aktuelle Praktikumsstellen, die Bewerbungsabläufe und Strukturen in ihrem Betrieb.

Einen ereignisreichen Tag hatte hierbei Natascha Kratsch. Sie studiert Public Relations (PR) im vierten Semester und wollte sich auf dem Karrieremarktplatz nach einem potenziellen Praktikumsplatz umsehen. Bei der Stuttgarter Agentur „follow red“ machte sie Halt. Die beiden Damen hinter der Promotiontrese setzten Natascha darüber in Kenntnis, dass die Unterstützung der PR-Abteilung, Organisationsaufgaben und Planungsgeschick erfordern. Natürlich sollten hierbei die Umsetzung dieser Planungen und das Schreiben nicht außer Acht gelassen werden. Natascha nickte zustimmend und nahm sich für eine tiefgehender Recherche Infomaterial. Während sie die Flyer, Karten in ihre Tasche steckte, fiel ihr Blick auf ihre Armbanduhr. „Oh doch so spät, der Bewerbungsmappencheck beginnt gleich!“, rief sie.

Schnell lief die PR-Studentin samt Werbematerial zur Bibliothek der Hochschule, um nicht zu dem vorab veinbarten Termin zu spät zu kommen. Gerade noch rechtzeitig erreichte sie die Recruiting Mitarbeitern der „SWMH“, der Südwestdeutschen Medienholding, die dafür zuständig war, Nataschas Anschreiben sowie Lebenslauf zu beurteilen sowie zu optimieren.

Aber welche Punkte sind in einer Bewerbung denn wichtig? Natascha legte ihre Unterlagen nacheinander vor und wartete auf eine erste Bewertung. In ihrem Anschreiben sowie im Lebenslauf gab es Einzelheiten, die verbessert werden können. Im Allgemeinen aber gelte, in der Bewerbung nicht zu viel über sich zu erzählen. Die Bewerber sollten die Interessen des Unternehmens mit ihren eigenen verbinden.

„Aber warum stellen manche Arbeitgeber keine expliziten Profile mehr online?“, fragte die PR-Studentin.

Da ein Unternehmen kreative Köpfe benötigen würde, solle der Bewerber versuchen seine Skills gut argumentiert so zu umschreiben, dass diese nicht wie in einem Lebenslauf aufgezählt würden. Das sei der Grund, warum oft keine speziellen Vorgaben bestünden. Denn die Studierenden sollten sich vor allem aufgrund des Unternehmens, aber nicht aufgrund der Stellenanzeige bewerben.

Der strukturierte Aufbau mittels Aufzählungspunkten im Lebenslauf war allerdings neu für die Natascha.  Diese umfassen ausgewählte Keywords, die die genaue Tätigkeit in den Unternehmen beschreiben sollen, um dem potenziellen Arbeitgeber ein besseres Bewerberprofil vermitteln zu können.

„Sehr schön, so viele Anregungen und neuer Input!“, sagte die Studentin nach dem 45 minütigen Gespräch. Sie war erstaunt, dass sich die Anforderungen an Lebenslauf und Co. seit ihrer Schulzeit so verändert haben. Es wird nun mehr auf die Einzigartigkeit der Bewerber und die Herausarbeitung der Erfahrungswerte geachtet. Neue Aspekte, die Natascha in ihre Unterlagen mit einarbeitet.

About Anna-Maria Ihle

Ich studiere im dritten Semester Crossmedia-Redaktion an der Hochschule der Medien. Seit März 2017 liefere ich Lesestoff direkt aus unserem Studiengang.