„Achtung, Achtung!“ Praktikum bei einer PR-Agentur in Hamburg

Anna Lena Hildebrand hat ein halbes Jahr im hohen Norden verbracht und berichtet hier von ihrem spannenden Praxissemester bei der PR-Agentur Achtung!:

Der Ort für mein Praxissemester stand von Beginn an fest: Hamburg, du tolle, aber ganz schön verregnete (Medien-)Stadt. Bei der Wahl der Agentur war mir wichtig, dass sie 1. groß aufgestellt ist, 2. viele Aufgabenbereiche abdeckt und 3. interessante, vielfältige Kunden betreut. Achtung! kann hinter all diese Punkte ein Häkchen setzen. (Evtl. wird bereits klar, dass To-Do-Listen ein noch festerer Bestandteil meines Lebens geworden sind).

PR-Praxis bei Achtung Achtung in Hamburg: Damit die einzelnen Fotos wie ein Film wirken, musste ich ganz still halten und durfte mich für jedes Bild nur minimal bewegen. Der 16-sekündige Willkommensgruß lief dann in unserem LAB rauf und runter. | Foto: Anna Lena Hildmann
PR-Praxis bei Achtung Achtung in Hamburg: Damit die einzelnen Fotos wie ein Film wirken, musste ich ganz still halten und durfte mich für jedes Bild nur minimal bewegen. Der 16-sekündige Willkommensgruß lief dann in unserem LAB rauf und runter. | Foto: Anna Lena Hildmann

Achtung! beschäftigt rund 150 Leute an den Standorten Hamburg und München. Von Finanzen und Automobil über Beauty, Food und Lifestyle gibt es eine große Palette an internationalen Kunden, die wir im Bereich PR unterstützen. Ich landete (zu meiner Freude) im Bereich Lifestyle & Food und betreue Kunden wie Airbnb, McCain, Vapiano, fritz-kola, Nestlé und Henkel.

Achtung! Agenturalltag

Die bekannte Annahme, das Agenturleben sei hektisch und stressig, ließ sich schnell bestätigen. Doch wenn man erst einmal eingearbeitet ist und den Überblick hat, würde ich dies (vorsichtig) als positiven Stress bezeichnen. Man darf überall mit anpacken, selbstständig Ideen einbringen und ist fester Bestandteil eines funktionierenden Teams.

Eine meiner Hauptaufgaben ist, die öffentliche Wahrnehmung von Marken zu analysieren und für unsere Kunden aufzubereiten. Auf welchen Kanälen gibt es wie viel positive/negative/neutrale Berichterstattung zu welchen Issues? Jegliche Veröffentlichungen in Print- und Onlinemedien sowie Radio und TV werden hierfür gesammelt und priorisiert.

Auch das Thema Social Media spielt bei vielen Kunden eine große Rolle. Ich erstelle einmal im Monat einen Redaktionsplan für Facebook und wirke bei Konzepten für die visuelle Kommunikation mit. Dass soziale Kanäle ein immer wichtigerer Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit werden, spüre ich jedoch am deutlichsten im Bereich Krisenkommunikation. Produktrückrufe, kritische Testergebnisse und allgemeine Vorwürfe gegen Unternehmen: Viele Situationen, die wir in Vorlesungen an Beispielen besprochen haben, konnte ich nun in der Praxis begleiten. Während die Berater sich mit unseren Krisenspezialisten austauschen und ein Konzept erarbeiten, erstelle ich einen ausführlichen Krisenreport und versuche einzuschätzen, wie stark die Krise ausarten könnte. Um keinen „Shitstorm“ zu riskieren, muss schnell und ehrlich reagiert werden. Diese Erfahrungen waren besonders wertvoll und interessant für mich.

Auch die Bereiche interne Kommunikation und Eigen-PR konnte ich im Rahmen meines Praktikums kennenlernen. Für den Agenturbesuch unseres Kunden, wurde ich beispielsweise gefragt, ob ich bei einem Stop-Motion-Film aushelfen könnte. So durfte ich ein paar Stündchen grinsend auf dem Boden liegen und erhielt zusätzlich einen Einblick in die Arbeit des Bewegtbild-Teams.

Ein weiteres schönes Erlebnis war unser Aprilscherz für McCain: Dürfen wir vorstellen? Die neuen Smiles Emotion. Neben Marken wie H&M, Google und Samsung in den Artikeln von W&V und Horizont genannt zu werden, war etwas ganz besonderes.

Abstecher nach Berlin

Das absolute Highlight meines Praktikums war letztendlich unsere Reise nach Berlin zum exklusiven Airbnb-Presseevent. Wir haben über viele Wochen ein Eröffnungsevent mitgeplant und hierfür Blogger und Journalisten aus ganz Deutschland eingeladen. Bei der Veranstaltung selbst handelte es sich um eine Ausstellung des Kreuzberger Künstlerkollektivs 44 flavours, das das Thema „Fahr nicht nur hin. Sei dort Zuhause“ in Kunst verpackt hat. Es ging um die Art und Weise mit Airbnb zu verreisen und das „wahre Berlin“ zu erleben, statt Selfies vor Sehenswürdigkeiten zu schießen. Es gab eine exklusive Bustour mit Nikeata Thompson, ein kleines Konzert von Larry Poppins und die Möglichkeit, bei der interaktiven Ausstellung mitzuwirken. Ein tolles Abschiedsgeschenk, für das ich mich vielleicht hundert, vielleicht auch tausendmal bedankt habe.

Es gibt viele weitere Highlights wie die Zusammenarbeit mit Prominenten, der direkte Kontakt zu Journalisten, interne Veranstaltungen oder exklusive Opening-Events – in sechs Monaten bekommt man einiges zu sehen.

 

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Hintergrund
Anna Lena Hildebrand studiert im 5. Semester Public Relations an der Hochschule der Medien. Nach ihrem Praktikum zieht es sie nun noch weiter in den Norden: Ab September studiert sie an der Edinburgh Napier University in Schottland. Darauf freut sie sich enorm. An den Regen ist sie nach eigenen Aussagen ja zumindest schon gewöhnt. 😉

About Denise Blitz

22 Jahre. Kam vor über einem Jahr aus dem wunderschönen Allgäu nach Stuttgart um PR zu vertiefen. Liefert euch seit Oktober Lesestoff direkt aus dem Studiengang CR PR.