Freie Mitarbeit bei Men’s Health: Schwitzen, Stretchen, Tippen

Ein Gastbeitrag von Marc Steinau, CR-Vertiefer im 4. Semester

Men’s Health, ist das nicht so ein Proll‐Magazin?“ – so, oder so ähnlich („da geht es doch nur um Sixpack und Sex“, „lebst du die Inhalte auch?“), sind die Reaktionen, wenn ich von meinem Job erzähle.

Klar: Men’s Health polarisiert, spielt mit (Rollen‐)Klischees und versucht im Bereich Sport, Ernährung und Lifestyle meinungsbildend zu sein. Das kann abschrecken, aber auch neugierig machen. Bei mir überwog die Neugier, als ich 2012 – damals mit 19, direkt nach dem Abitur – mein Praktikum bei dem Hamburger Magazin begann. Eines wollte ich unbedingt wissen: Welche Leute stecken hinter solch einem Heft? Schnell war mir klar, dass es nicht die Leute sind, die man vielleicht hinter den Inhalten vermuten würde: keine Fitness­‐Fanatiker oder Proleten‐Publisher, sondern Journalisten und Experten, die man ebenso bei einer Tageszeitung finden könnte.

Marc in Action: nicht nur am PC, sondern auch ganz praktisch
Marc in Action: nicht nur am PC! (Quelle: Men’s Health)

Meine Tätigkeit für das Magazin begann, ganz klassisch, im Printbereich. Nach meinem dreimonatigen Praktikum fing ich dann als freier Mitarbeiter für monothematische Sonderhefte sowie als Auto der Rubrik „Men’s Health wirkt“ an, die sich speziell auf Fitness und Sporternährung ausrichten. 2013 arbeitete ich auch an der Internationalisierung von Trainings‐Apps mit (Merke: flexiones de brazos = der Liegestütz). Inzwischen bin ich fast ausschließlich in der Online­‐Redaktion unterwegs – meist nicht journalistisch­‐redaktionell, sondern operativ im Content‐Management.

Aus meiner bisherigen Zeit habe ich vor allem drei Dinge mitgenommen:

  1. Sich auf Themen und Inhalte einzulassen, die einen auf den ersten Blick nicht hundertprozentig ansprechen (auch ohne Fachwissen kann man für Special‐Interest‐Magazine arbeiten!);
  2. 2. Neue Herausforderungen – vor denen mir zum Teil bange war – nicht zu scheuen, sondern zu suchen;
  3. Und ganz wichtig: 3. „Große Marken“ nicht bereits im Vorfeld aus „Respekt“ oder „Angst“ gleich als potenziellen Arbeitgeber abzuschreiben (oftmals ist es einfacher als gedacht, dort einen Job oder ein Praktikum zu bekommen).

Wer Marc im vollen Einsatz bei Men’s Health sehen möchte:

About Swaran Sandhu

Swaran Sandhu ist Professor für Unternehmenskommunikation und Public Relations an der Hochschule der Medien.