„Kommt gut an.“ Was steckt hinter einer Kommunikationskampagne?

Ein Beitrag von Rebecca Zeller.

Das Motto „Kommt gut an.“ der Woche der Diakonie 2016 ist allen Menschen gewidmet, die in Not sind und Hilfe benötigen. Der Wunsch, gut im Leben und der Gesellschaft anzukommen, richtet sich während der Aktionswoche besonders an Flüchtlinge. „Allein 2015 haben rund 150.000 Geflüchtete einen Asylantrag in Deutschland gestellt“, so Andrea Schlepper. Ihnen und allen Notleidenden hilft das Diakonische Werk Württemberg – der größte Wohlfahrtsverband Baden-Württembergs – durch persönliche Beratung, Zuwendung und finanzielle Unterstützung. Neben der Spendensammlung und Würdigung der Haupt- und Ehrenamtlichen wird während der Aktionswoche auch um neuen Nachwuchs geworben.

Andrea Schlepper ist Pressesprecherin und Leiterin der Abteilung Presse, Kommunikation und Fundraising der Diakonie Württemberg. Ehemals in der Automobilbranche tätig, ist sie inzwischen „gut angekommen“ in der Diakonie, möchte sie sich doch für Menschen einsetzen und Sinn stiften. Am 22. November führte sie ihre Zuhörer während der Ringvorlesung in die Arbeit der Diakonie Württemberg ein und erzählte von den Anfängen über die Herausforderungen bis hin zum Erfolg der Kampagne Kommt gut an.

„Kommt gut an. Wünschen wir allen Menschen, die eine Heimat suchen und denen, die in Not sind. Gut ankommen soll aber auch die Arbeit der Diakonie“

– Andrea Schlepper, Diakonisches Werk Württemberg

Die Diakonie als Wohlfahrtsverband
Die Diakonie Württemberg ist der Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirche Württemberg. Bereits im 19. Jahrhundert aus einer Reihe von Initiativen entstanden, wurde 1970 schließlich das Diakonische Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V. gegründet. Das Diakonische Werk bietet Unterstützung in allen Lebenslagen an: von der Jugend- und Familienarbeit über die Altenpflege und Schwangerenberatung bis hin zur Behindertenhilfe – die Diakonie hilft, wo sie kann und das mit der Grundlage des christlichen Menschenbildes.

Wie aus einer Idee eine Kampagne entstand
Ausgangslage für das Motto „Kommt gut an.“ der Woche der Diakonie 2016 war der beginnende Flüchtlingsstrom. Um dort zu helfen, wo Unterstützung benötigt wird, ist die Hilfe der rund 75.000 Haupt- und rund 45.000 Ehrenamtlichen gefragt. Andrea Schlepper über die Kernaufgabe, die gleichzeitig eine Herausforderung für die Diakonie darstellt: „Wir möchten Menschen zur Mithilfe motivieren und so neue Helfer animieren. Deshalb ist uns bei „Kommt gut an.“ die Regionalität so wichtig, da wir vor Ort Menschen für uns gewinnen möchten.“

Die Woche der Diakonie
Diese Aktionswoche findet jährlich unter einem anderen Motto statt. Während der sieben Tage werden Spenden für die allgemeine Arbeit der Diakonie gesammelt, außerdem werden sowohl haupt- als auch ehrenamtliche Mitarbeiter gewürdigt und neue Helfer geworben. Mehr als 1.700 Kirchengemeinden sammeln während der Aktionswoche Spenden, um Menschen in Not auf vielfältige Weise unterstützen zu können.

Radtouren für den guten Zweck
Das „Diakonie Fund Racing Team“ wurde 2007 von Mitarbeitenden und Freunden der Diakonie gegründet. Nach dem Motto „Wir fahren, Sie Spenden“ bitten die inzwischen 250 Engagierten um Spenden für die von ihnen durchgeführten Radtouren, die in den Fonds „Diakonie gegen Armut“ fließen.

Die Zukunft der Diakonie Württemberg
Auf die Frage, was künftig eine Herausforderung für das Diakonische Werk darstellen könnte, zählt Schlepper die immer wichtiger werdende Altenpflege sowie die Gewinnung von Nachwuchs innerhalb der Diakonie auf. Auch das Motto der Woche der Diakonie 2017 steht mit „Geht’s noch?“ bereits fest und fragt bei den Menschen nach, die in Armut leben und unter dieser leiden, aber auch bei denen, die für diese Armut überhaupt verantwortlich sind. Eines ist sicher: nicht nur die Woche der Diakonie, sondern die gesamte Arbeit der Diakonie Württemberg kommt gut an.


Rebecca Zeller

23 Jahre, Crossmedia-Redaktion in der Vertiefung Public Relations.
Glücklich machen mich die kleinen Dinge, die man im Alltag leicht übersieht oder die (scheinbar) ganz zufällig passieren. Glücklich macht mich auch, dass ich mit PR genau den richtigen Studiengang gefunden habe, bei dem ich mich aufgehoben und angekommen fühle!